Hohe Berge, mit saftigem Grün überwuchert, begrüßen uns. Fatu Hiva wird auch die mystische Insel genannt und wir verstehen, warum. Nach zwanzig Tagen Wasser ist der Anblick atemberaubend. Mit dem Schein der untergehenden Sonne werfen wir vor Omoa auf Fatu Hiva Anker. Neben uns hat sich kurz davor die Mabuhay hingelegt. Die Bucht ist sehr offen und wir werden während der Nacht ordentlich durch gerüttelt. Wir wollten nicht mehr weiter segeln, da wir nicht im Dunkeln ankommen wollten.

Die Fahrt von Galapagos nach Fatu Hiva, Marquesas in französisch Polynesien ist sehr durchwachsen. Paul von der Mabuhay hat dafür zwei treffende Aussprüche gemacht: „Das ist ja wie Rodeo reiten“ und „jedes mal wenn das Segel schlägt, werfe ich im Geist 10 Rappen in die Sparbüchse (für die Segelreparatur)“. Die Wellen sind immer zu hoch für den Wind und oft auch nicht zum Wind passend. Wir fahren meist Schmetterling mit Wind von hinten und wenn die Wellen das Heck von Aroha weg drücken, kommt es häufig vor, dass der Wind von der falschen Seite ins Segel bläst. Kommt das Heck dann zurück und der Wind wieder auf die richtige Seite, schlägt das Segel mit einem Knall um. Dadurch wird das Segel auf Dauer geschwächt bis es reißt.

Die Fahrt von Taboga nach Galapagos, verläuft sehr gemütlich. Guten Wind haben wir nur ab dem ersten Nachmittag bis zum übernächsten Morgen. Danach dümpeln wir bei 2-3 Windstärken in der intertropischen Konvergenzzone (Flautengebiet um den Äquator) dahin. Dafür gibt es aber auch keine unangenehmen Wellen, nur eine sanfte Dünung. So haben wir uns das immer vorgestellt. Essen, lesen, schlafen, bisschen schreiben. Wir benötigen beinahe zehn Tage für lediglich 873sm, was einen Schnitt von 3,6kn ausmacht.