Am Freitag um 21 Uhr haben wir es endlich geschafft, alles im Auto zu verstauen.

Die Funkanlage, die gerade noch rechtzeitig in Wien eingetroffen wäre, um mitgenommen zu werden, muss mit der Post nachkommen, da nicht einmal eine Fliege noch Platz im Auto gefunden hätte.

Sogar Felino, die französische Bulldogge unserer Freunde Anita und Rudi, muss auf der Kiste mit der Bootsausrüstung anstelle eines Sitzes auskommen. Zu seinem Glück muss aber auch die Bettwäsche mit, die wir auf die Kiste gelegt haben, damit er es trotzdem einigermaßen bequem hat. Und aus dem Fenster kann er jetzt auch schauen.
Anita, Rudi und Felino begleiten uns nach Antibes in Südfrankreich und fahren dann das Auto wieder nach Wien zurück.

Die nächtliche Fahrt war auch ohne Verkehr sehr anstrengend und das Frühstück am Morgen in Italien beinahe mit Blick aufs Meer umso schöner.

4 Jahre auf einem Segelboot zu leben,
4 Jahre lang Wien nicht mehr zu sehen,
4 Jahre lang die Wohnung zu verlassen, in der wir mehr als 11 Jahre gemeinsam zu Hause waren.

Diese Gedanken beginnen wir erst allmählich zu realisieren und können es noch immer nicht ganz glauben.
Die letzten Tage waren so angefüllt und hektisch mit letzten Besorgungen, Impfungen, Arztbesuchen, Übergabe der offenen Arbeiten und vielem mehr, dass wir gar keine Zeit hatten, an Abschied zu denken. Obwohl wir seit Wochen eine Abschiedsrunde nach der anderen feiern.

Nur die Tränen unserer Nichten Naima, Anais und Samia haben uns veranschaulicht, dass wir einander doch länger nicht mehr sehen würden.